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Wenn einer eine Reise tut...dann können schon vorher viele viel erzählen...(von Meike Polanz)

Spätestens als es am Mittwoch, dem 15. Juli, um 11.15 Uhr bei 25° ☀️ anfing „zu schneien“ und die gesamte Schülerschaft per Lautsprecherdurchsage auf den Schulhof zur „Schneeballschlacht“ gerufen wurde...nahm das U...nterfangen „Mit dem Fahrrad von Hilden nach Umeå“ seinen Lauf....

Den Startschuss lieferten fast 700 Schüler, die auf dem Schulhof, bewaffnet mit „Schneebällen“ (Taschentücher. Hoffentlich wie geplant alle unbenutzt...) eine zuvor im Sportunterricht einstudierte Tanzchoreographie zum Lied „Gute Laune“ auf den Asphalt zauberten. Winkend und sichtlich begeistert abgenommen wurde die „Parade“ von Herrn Busch, der - vom Balkon majestätisch winkend - in jede Königsfamilie aufgenommen würde.

Es folgte um 12.00 Uhr der offizielle Teil, indem sich die Größen aus Schule, Stadt und Land (Dezernat) mit feierlichen, lobenden und sehr wertschätzenden Worten die sprichwörtliche Klinke in die Hand gaben: Auf die stellvertretende Schulleitung Frau Koplin-Drach, folgte der Bürgermeister Herr Schorn, die Eltern- und Schülervertreter und final die feierliche Übergabe der Urkunde durch Frau Krüger von der Bezirksregierung Düsseldorf.

Alle (auch das Kollegium) sind sich einig: Herr Busch war ein souveräner, geduldiger, unglaublich geschickt und kompetent vermittelnder, humorvoller Schulleiter. Gekonnt garniert wurden die Lobesreden mit musikalischen Einlagen durch das Schulorchester unter der Regie von Anna Maria Kels: Den "Final Countdown" (Joey Tempest) hat er sich redlich verdient und die "Ode an die Freude" (4. Satz der 9. Sinfonie von L. v. Beethoven) versuchen wir nicht zu persönlich zu nehmen und freuen uns für ihn mit!

Den offiziellen Teil beendete der scheidende Schulleiter Herr Busch dann mit dankenden Worten, wobei er besonders die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit auf allen Ebenen hervorhob und auch seiner Frau für ihre treue Unterstützung all die Jahre dankte.

Dann ging die wilde Fahrt erst richtig los. Nach einer kleinen aber feinen Stärkung versammelte sich das Kollegium um ihren „noch Chef“ und setzte ihn in Hilden – seiner Heimatstadt –  auf`s Rad.

Die Radtour von Hilden ins schwedische Umeå will Herr Busch tatsächlich nächstes Jahr antreten und eine mögliche Route mit 18 zu durchfahrenden Städten lieferte an diesem Mittwoch eine erste (trockene) Trainingseinheit.   

Am Startpunkt Hilden wurde Herr Busch durch Worte Loriots in Person von Frau Pianowski gestärkt auf die Reise geschickt, um in Düsseldorf von der erweiterten Schulleitung in Empfang genommen zu werden. Hier gab es schon die nächste Stärkung: Mindestens fünf Pizzakartons türmte sich vor ihm auf, deren rätselhaften Inhalt er aber auf die Schnelle souverän "verspeiste". Schwieriger wurde es dann in D wie Duisburg oder auch Digitalisierung. Der geplante Beitrag von Frau Koplin-Drach fiel einem Server-Problem zum Opfer und entsprechend kürzer aus. Ein Schelm, wer....usw....😉.

Über Münster wie Motorradfahren (eine weitere Leidenschaft unseres Ex-Chefs, die er mit Kollegin Günther teilt) gab es dann einen Zwischenstopp in Osnabrück. Osnabrück wie O-Töne: Zur Verärgerung von Frau Polanz („Unfassbar!“) gab es für Herrn Buschs Humor und Sprachwitz („Lieber geladene Tablets als geladene Kollegen“) von der Bezirksregierung jetzt auch noch Geld. Sogar rückwirkend für 14 Jahre! Ganz offiziell nach der neuen „Gebührenordnung für Lehrer (GOL)“. Dank des akribischen Aufaddierens von Frau Orthmayr, Herrn Dr. Szameitat und Frau Knevels kam so für den zukünftigen Privatier ein stattliches Pensionsplus von über 10.000 € zusammen.

In Bremen wurde es ernster. Frau Jensen, Herr Lakehal, Frau Dr. Sengelhoff, Herr Dr. Szameitat, Frau Pianowski, Frau Klopotek und Frau Kels erinnerten mit Gesang, Film- und Fotomaterial an das großartige aber auch tief bewegende Erlebnis der „Brundibar“-Kinderoper, in der Herr Busch in gleich mehreren Rollen mitspielte und mitsang. In Hamburg erklang auch Musik. Diesmal von „zwei dicken Fischen“ in dieser Branche: Mit Anna Rau (Gesang) und Sranya Gehrmann (Gitarre) gaben zwei ehemalige Schülerinnen Herrn Busch die Ehre.

Wenn es nach ihm ginge, gäbe es bei seiner Durchreise anschließend in Lübeck Lakritz statt Marzipan. Von der Kollegin Ziller gab`s vorsorglich aber heute schon eine Packung. Die könnte er – angekommen in Rødby – dann auch mit ins U-Boot nehmen, sollte der ehemalige Marine-Soldat mal das Gefährt wechseln wollen.

Zum Glück tauchte er heute aber rechtzeitig wieder auf, um in Kopen- oder besser Köppenhagen, den musikalischen Leckerbissen der Lehrerband um Frau Hoppe (Gesang), Herrn Koch (Schlagzeug), Herrn Mettler (E-Gitarre), Frau Kels (Klavier) und eben Herrn Köppen (Bass) nicht zu verpassen. Spätestens bei der letzte Liedzeile „Ruhestand – gönnen wir Dir!“, den die versammelte Belegschaft enthusiastisch mitsang, wäre er aber auch wohl wieder an die Oberfläche erschienen. Alle sangen. Außer Herrn Steen. Denn dieser war glücklicherweise in der Zwischenzeit dienstbeflissen nach Helsingor geeilt, um mit Herrn Busch noch letzte Unklarheiten in Sachen „Mehrarbeit“ zu beseitigen.

Da ahnte dieser allerdings noch nicht, was in Helsingborg und Halmstadt auf ihn zukommen würde: Seine Biologie- und Chemiefachschaft...eingekerkert im dunklen Verlies. Doch „Hand in Hand“ und mit fundiertem Fachwissen in beiden Fächern gelang die Befreiung. Zur Belohnung gab es in Göteborg die dem Kollegium wohlbekannte Graupensuppe. Heute allerdings exquisite aus der Konserve, überreicht von Frau Ziller. So gerüstet konnte Herr Busch auch seinen Schülern gegenübertreten, die sich im schwedischen Trollhättan als schauspielstarkes Team mit großer Beobachtungsgabe entpuppten.

In Mora (wie Mikrowelle) schließlich wartete unsere ehemalige stellvertretende Schulleiterin Stefanie Reuter auf ihren einstigen Weggefährten. Vor allem der damalige gemeinsame Küchenkauf für das Lehrerzimmer mit klar verteilten Rollen (er: Funktion, sie: Farbe) hat die beiden zu mehr als „Lebensabschnittsgefährten“ gemacht. Mit der durch den Lehrerrat (u.a. Frau Begemann und Frau Kriwet) übergebenen und von allen Lehrern mit ihren Kürzeln unterschriebenen SGW-Jacke sieht Herr Busch jetzt nicht nur noch besser aus, sondern wird auch jede noch so ausufernde Küchenschlacht erfolgreich meistern.

Und da schließt sich so langsam der Kreis, denn ohne den verlockenden (S wie) Schüleraustausch in Schweden, wäre Herr Busch wohl nie bei uns gelandet. Nun aber landete er in Umeå. Heute schon einmal zumindest im Geiste und zusammen mit seiner (nun ehemaligen) Mannschaft. Stehende Ovationen.

Wir danken unserem ehemaligen Kapitän JOACHIM für die gemeinsamen Jahre und wünschen ihm ALLES GUTE für seine (Weiter)reise! (Fotos: Mirjam Winter)